Gedanken des Monats November 2010 - “Eine kleine Geschichte über Leo und eine Wanderung” Leo, der Dachs, machte gerne lange Wanderungen. Mindestens einmal im Monat packte er seinen Rucksack mit Lebensmitteln voll, setzte seinen Hut auf, nahm seinen Wanderstock und zog los. Manchmal kam er am Abend wieder nach Hause, hie und da, wenn er besonders schöne Gegenden entdeckte, dauerten seine Wanderungen auch mehrere Tage. Einmal kam Leo in solch eine reizvolle Gegend; es gab Quellen mit kristallklarem Wasser und Mulden, die mit Moos bewachsen waren. Drei Tage lang war der Dachs nun schon gewandert. So schön die Gegend auch war, an diesem Tag beschloss er umzukehren. Ich gehe noch zu dem Hügel da vorne und setze mich eine Weile unter den Baum, dachte Leo. Dann kehre ich um. Als er um den Felsen bog, stand er plötzlich vor drei riesigen Pilzen. Auf jedem saß ein Vogel. Verwundert ging der Dachs auf sie zu. "Sei gegrüßt, Wanderer!" sagte der große, schwarze Vogel auf dem braunen Pilz. "Du hast das große Los gezogen, weil du uns gefunden hast ! All deine Sorgen sind nun zu Ende; iss ein Stück von meinem Pilz, und du wirst für immer glücklich sein !" "Ja, und wenn du von meinem Pilz isst, wirst du nie mehr müde sein!", rief der rote Vogel auf dem roten Pilz. Und der blaue Vogel auf dem gelben Pilz sagte : "Wenn du von meinem Pilz isst, wirst du nie mehr hungrig sein. Dein Leben lang brauchst du nichts mehr zu essen!" Leo schob sich den Hut ins Genick und lächelte. "Klingt wirklich sehr verlockend, was ihr mir versprecht", sagte er. "Aber ich glaube, eure Zauberpilze sind nichts für mich." "Was sagst du da?", rief der schwarze Vogel. "Habe ich richtig gehört ? Willst du an deinem Glück einfach vorübergehen ?" "Es sieht nur für euch so aus als ob ich an meinem Glück vorübergehe !", sagte Leo. "Seht ihr, wenn ich jetzt auf den Hügel dort hinten klettere und die schöne Aussicht genieße, bin ich ohnehin glücklich. Wenn ich nicht mehr müde werden kann, kann ich auch nicht mehr spüren, wie gut es tut, wenn man sich ausruht. Und wenn ich nichts mehr zu essen brauche, kann ich die vielen guten Speisen nicht mehr genießen. Nein danke, bei mir seid ihr an den Falschen geraten, ich wünsche euch noch einen schönen Tag !" Damit ließ der Dachs die verblüfften Vögel sitzen und kletterte gelassen auf die Spitze des Hügels. Mit dieser kleinen Geschichte wünsche ich uns allen dass es uns gelingt, den Blickwinkel auf unseren Alltag so zu richten, dass sich Zufriedenheit und Glück wie von Zauberhand einstellen ! Birgit Gruber
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